Großer Einsatz für die Umwelt: Berufsschüler befreien Ettmannsdorf von herumliegenden Müll

Achtlos weggeworfene Glasflaschen, defekte Elektrogeräte und bergeweise Plastikmüll: Das ist die traurige Bilanz einer großangelegten „Ramadama“-Aufräumaktion, die Schülerinnen und Schüler der Berufsschule St. Marien rund um den Stadtteil Ettmannsdorf durchgeführt haben. Bewaffnet mit Greifzangen, Handschuhen und großen Müllsäcken schwärmten die Jugendlichen aus, um die Natur und die Straßenränder von unschönem Unrat zu befreien. Was sie am Ende des Tages zusammentrugen, sorgte selbst bei den Organisatoren für staunende Gesichter.

Bereits am frühen Morgen starteten die Berufsvorbereitungsklassen der Berufsschule hochmotiviert in ihren jeweiligen Abschnitten. Systematisch durchkämmten sie Gebüsche, Spazierwege und Grünanlagen rund um Ettmannsdorf. Die Fundstückliste war lang: Neben dem klassischen Zivilisationsmüll wie Verpackungen und Zigarettenkippen stießen die Jugendlichen auch auf skurrilen und illegal entsorgten Sperrmüll. Am Ende des Aktionstages stapelten sich die prall gefüllten Müllsäcke am vereinbarten Sammelpunkt.

Der tatkräftige Einsatz blieb nicht ungewürdigt. Auch Oberbürgermeister Andreas Feller ließ es sich nicht nehmen, die Aktion persönlich zu unterstützen. Er stattete den fleißigen Helfern vor Ort einen Besuch ab und zeigte sich sichtlich beeindruckt vom Engagement der Jugendlichen. Im Namen der Stadt bedankte er sich herzlich bei allen Schülerinnen und Schülern sowie den betreuenden Lehrkräften für ihren wertvollen Beitrag zum lokalen Umweltschutz. Als Anerkennung für die harte Arbeit spendierte das Stadtoberhaupt im Anschluss eine wohlverdiente, kostenlose Brotzeit, bei der sich die Teilnehmer stärken und austauschen konnten.

Für die Berufsschule ist die „Ramadama“-Aktion weit mehr als nur ein einmaliger Ausflug. Sie passt perfekt in das pädagogische Konzept der Bildungseinrichtung, die stolz den Titel „Umweltschule“ trägt. Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung sind hier fest im Lehrplan verankert. Die Müllsammelaktion bildet dabei nur einen von vielen Bausteinen: Im Laufe des gesamten Schuljahres realisiert die Schule immer wieder verschiedene Projekte zur Nachhaltigkeit, um die Jugendlichen für einen bewussten Umgang mit Ressourcen zu sensibilisieren. Der Tag in Ettmannsdorf hat einmal mehr gezeigt, dass Klimaschutz an dieser Schule nicht nur Theorie ist, sondern aktiv gelebt wird.

Artikel von: Marina Lorenz