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Unterrichtsfahrt der Klasse GBLZ 10 in die nördliche Oberpfalz

„Gestern – Heute – Morgen" - Unter diesem Motto stand die Unterrichtsfahrt der Klasse 10 der WerkerInnen Gartenbau am Freitag, 27. Oktober 2023.

Der Ausflug führte zunächst zur Kontinentalen Tiefbohrung nach Windischeschenbach. Einmal in die Erde schauen, das ist das Motto der Bodenkunde.

Zunächst wurde uns durch den Museumsführer an einem Seismographen das Entstehen von Erdbeben erklärt. Er zeigte uns, dass diese Beben sehr unterschiedlich ablaufen können. Nach der Theorie gab es auch die Praxis.

Unterrichtsfahrt (Foto: Berufsschule St.Marien)

Auf einer Simulationsplatte konnte jeder Auszubildende erleben, wie es sich anfühlt, wenn bei einem Beben der Untergrund richtig wackelt.

Weiter ging es dann auf dem Zeitstrahl: 4,5 Milliarden Jahre ist nun die Erde alt.

Trotzdem ist nur die oberste Schicht, nämlich die Erdkruste, fest und angenehm warm. In den darunterliegenden Schichten der Erdkugel wird es sehr heiß. Bis zu 6000 ° Celsius erreicht der Erdkern im Inneren. Dies führt dazu, dass die Kontinente wie eine Insel auf dieser beweglichen Masse schwimmen und sich weiter auseinander bewegen. Am deutlichsten wird dies derzeit in Island, wo die Insel in 2 Teile auseinander zu brechen droht.

Anschließend ging es auf den Bohrturm, wo uns dann eindrucksvoll die Bohrtechnik mittels eines Filmes erklärt wurde. Dieser Turm ist immer noch der Größte seiner Art. Die Ausmaße waren gigantisch und so konnte man bis in eine Tiefe von 9101 Meter bei einer Temperatur von 275 Grad Celsius vordringen. Dann versagte die Technik.

Weiter ging es dann zum Parkstein, ein 280 Meter hoher Vulkanstumpf.

Durch Erosion wurden die Flanken des Vulkans weggespült und weggeweht.

Was man jetzt noch sieht, ist das harte Gestein des Vulkanschlotes. Sehr bemerkenswert ist die eckige Form dieses Gesteins, genannt auch Basalt.

Und was hat dies nun mit Unterricht zu tun?

Der Boden ist Bestandteil des Lehrplans eines Gärtners.

Die Entstehung und die Dauer der Bodenbildung ist ein Prozess, der sich über Millionen von Jahren hinzog.

Dass man mit Boden sehr behutsam umgehen muss, wurde uns sehr klar.

Denn durch Erosion kann der wertvolle Boden sehr schnell verschwinden.

Für uns Gärtner ist der Boden die Grundlage unserer beruflichen Zukunft.

Ein herzliches Dankeschön an das Kreisjugendamt Schwandorf, die uns finanziell unterstützt haben.