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Besuch aus Albanien im Haus des Guten Hirten: Direktor der Malteser Albanien, Marku Maranaj, zu Gast in Ettmannsdorf

In den Wochen vor Pfingsten ist Renovabis, das Osteuropa-Hilfswerk der Katholischen Kirche in Deutschland, zu Gast in deutschen Diözesen mit Projektpartnern aus Osteuropa. Bei unterschiedlichen Veranstaltungen geht es um soziale Problemlagen in den osteuropäischen Ländern, den daraus resultierenden Folgen und Lösungsansätzen, die Perspektiven schaffen.

Eine bundesweite Pfingstaktion hat dieses Jahr  „Bleiben oder Gehen" zum Thema. Verlässt man sein Land oder bleibt man trotz großer sozialer und wirtschaftlicher Probleme? Zu diesem Thema gibt es diverse  Angebote und Programme an Schulen, Pfarreien, Verbänden und Einrichtungen.

Im Rahmen dieser Aktion war am Montag, 15. Mai 2017 der Leiter der Malteser Albanien Marku Maranaj zu Gast im Haus des Guten Hirten in Ettmannsdorf. Im Haus sind unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, unter anderem auch aus Albanien, untergebracht.

Der gebürtige Albaner ist nach dem Studium der Medizin und verschiedenen ärztlichen Tätigkeiten seit 2014 Dozent an der Universität Shkodre in Albanien und setzt sich in vielen Projekten für die sozialen Problemlagen seiner Landsleute ein.

Es kam zu einem interessanten Austausch zu diesem Thema zwischen Maranaj, Einrichtungsleiter Otto Storbeck und 2 albanischen Jugendlichen, die vom Haus des Guten Hirten betreut werden und von ihren Erfahrungen berichteten. Die beiden jungen Albaner haben sich hervorragend in die deutsche Gesellschaft integriert und werden in nächster Zeit eine Ausbildung zur Fachkraft Metall abschließen. Mit dabei war auch Kreisrat Alfred Damm, der sich sehr für die Thematik interessiert.

Neben diesen Beispielen gelungener Integration ging es in dem Gespräch jedoch auch um  Problematiken aller Art, die sich bei der täglichen Arbeit der Gesprächspartner immer wieder auftun. Der Austausch zu diesem Thema aus verschiedenen Sichtweisen war für alle Beteiligten sehr bereichernd.

Maranaj zeigte sich sehr interessiert und berichtete  von seiner Arbeit in Albanien, die sich die Erarbeitung von  Bleibeperspektiven für seine Landsleute zum Ziel gesetzt hat, aber auch die Etablierung eines Rückkehrerprogramms zum Thema macht.

Das fruchtbare Treffen wurde ermöglicht durch Ruth Aigner, Mitarbeiterin der Arbeitsstelle Weltkirche des Bistums Regensburg, wo Maranaj am 15. Und 16. Mai zu Gast war.